Fotokultur

“Fotokultur ist die Vielfalt der Äusserungen dieses Mediums, insbesondere die Gesamtheit der Bestrebungen nach Verfeinerung der künstlerischen Identität unter Zurückdrängung ihrer Triebnatur. Sie umfasst Bildung, Wissenschaft, Vermittlung und handwerkliche Betätigung zu gleichen Teilen.“

 

USP

Unique & Special Photographs

Mit der Erfindung der Computers und der Textverarbeitungsprogramme sagte man den Tod des Papiers, des Buches, ja sogar der Schreibutensilien voraus. Doch das Gegenteil geschah, mehr Papier, mehr Bücher, mehr Schreibzeuge von höherer Qualität werden produziert und konsumiert. Skizzenbücher finden heute noch einen grossen Absatz, die Agenda ist trotz Ihrer elektronischen Varianten nicht ausgestorben. Das digitale Universum fördert die Sehnsucht nach einer originalen Atmosphäre.

Das fotografische Handwerk kennt rund 26 mögliche Ausgabetechniken. Mehr als die Hälfte dieser Techniken stellen Unikate her. Technische Unikate werden, wenn sich erstklassiger Inhalt und handwerkliche Kompetenz zu einem eigenständigen Kunstwerk verbinden, die Chance haben auch adäquate Preise zu erzielen. Bilder die man als bland bezeichnen kann leben nicht lange. Mit Silber zu arbeiten wird logischerweise immer wertvoller sein als mit aus polymeren hergestellte Farbpigmente, auch wenn diese lichtechter sind als die Silberschicht.

Das Revival des reflektierten pro-aktiven vor Ort Arbeiten, steht also in einer klaren Verbindung mit dem Ziel dem digitalen Einheitsbrei etwas Charaktervolles entgehen zu setzen. Die aktive Rolle, welche der Fotograf durch seine persönliche Handschrift vor und während der Aufnahme einnimmt, liegt allen Prozessen zu Grunde welche man heute als ‚Alternative Fotografie‘ bezeichnet.

Die Digitale Bildverarbeitung hat das fotografische Handwerk bereichert. Der US-amerikanische Künstler Chuck Close beschreibt die heutige Fotografie als den einfachsten Weg ein gutes Bild zu erzeugen, aber auch es ist auch der schwierigste Weg dem Bild eine persönliche Handschrift zu geben. Der Computer ist wertneutral. Er kennt keine Nuancen, macht also kein Unterschied ob Konsumobjekt oder Kunstwerk hergestellt wird. Was für das Werbeplakat und den Computerbildschirm reichen mag, widerspricht den Wertvorstellungen des Kunstmarktes, welcher eigenständige Unikate am wertvollsten betrachtet.

Fotokultur will den einzig gültigen USP für die Fotografie, die persönliche Handschrift der Fotografen bereichern, und die Möglichkeiten aller Werkzeuge und Arbeitstechniken in den angebotenen Workshops vermitteln.